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Die Hochzeit und ihre Bräuche
Sonstiges

veröffentlicht am: 30.09.2009Artikel-ID:135[ Autor:Jana Bose Artikel ]
 

Bräuche einer Hochzeit - Gesellige Tanzereien Was wäre eine Hochzeit ohne Musik und Tanz? Diesen Teil der Unterhaltung ließ man sich gern etwas kosten und engagierte einige Musiker, die der Festgesellschaft tüchtig aufzuspielen hatten. Eröffnet wurde die Tanzerei meist mit den Ehrentänzen, an denen sich nur die engere Hochzeitsgesellschaft beteiligte. Dabei musste häufig die Braut mit allen männlichen Verwandten des Bräutigams tanzen, während er sich um die Damen aus ihrer Verwandtschaft zu kümmern hatte. Nach den Verwandten waren dann die Vertreter der Gemeinde und andere Auserwählte an der Reihe. Oftmals wurde die Reihenfolge auch durch einen Wettbewerb festgelegt. Allerdings musste das Paar darauf achten, dass es niemanden in seiner Ehre kränkte, weil es ihn zu spät zum Tanz holte. Eine ganz besondere Überraschung ist eine Stripshow vom Stripper oder Stripperin. Zu früheren Zeiten hielt man solche Ehrentänze schon auf dem Kirchhof ab, unmittelbar nach der Trauung. Auch hierbei dachte man wieder an die Gemeinschaft, an die Ahnen, die auf dem nahen Friedhof beerdigt waren. Man empfand die Ehrentänze als feierliche Handlung und suchte damit die Weihe und Heiligkeit der kirchlichen Trauung noch zu verstärken. Ein Strip ist der Einfall für jeden Polterabend!Beliebte Volksbräuche waren auch Tänze im Kreis, zum Beispiel um den Herd oder um den Tisch herum. Dabei trugen die Tänzer bisweilen brennende Lichter in den Händen, die als Glückssymbol galten und das Unheil, das aus dem Dunkeln kommt, abwehren sollten. Natürlich waren mit den Lichtern nur einfache Schreittänze möglich. In der Mark Brandenburg waren Lebenslicht und Lebensbaum miteinander verbunden, und die Brautjungfern trugen beim Hochzeitszug brennende Lichter auf kleinen Tannen. Oft tanzte man auch um die Dorflinde herum oder um einen zum Glückwunsch aufgerichteten Maibaum.Seit uralter Zeit war der Tanz bei den Germanen üblich, und die Kirche betrachtete ihn als heidnisch - deshalb verbot sie ihn wegen seiner angeblichen Sündhaftigkeit immer wieder. Martin Luther dagegen sah im Tanz nichts Lasterhaftes; lasterhaft waren bisweilen höchstens die Tänzer. Und wenn es beim Tanzen ordentlich zuging, ließ er der Hochzeit Recht und Brauch.

 Email:janacc88@yahoo.de
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