Allgemein versteht man unter einem historischen Türschild einen historischen Beschlag. Vom Schmied in Handarbeit hergestellt galten historische Beschläge bei Türen und Fenster als Besonderheit. Das historische Türschild ist eine Abdeckplatte aus Metall zur Führung von Drücker und Schlüssel. Auch ist das antike Türschild Teil der alten Türdrückergarnitur. Es wird unterschieden zwischen Langschilder und Rundschilder. Entweder benötigt man für eine Tür vier Rundschilder, also jeweils für Drücker zwei Stück und 2 Stück für den Schlüssel, oder zwei Langschilder. Ein Langschild besitzt normalerweise zwei Öffnungen, einmal für den Türdrücker und einmal für das Schlüsselloch. Türschilder wurden aufgeschraubt oder in das Türblatt eingelassen. Im letzteren Fall sind sie in der einfacheren Form meist überstrichen, nur die zusätzlich aufgesetzte Drückerrosette ist Gestaltungselement.Das Material eines Türschildes ist vielfältig, z. B. aus Eisen, Messing, Chrom und Nickel. Historische Türschilder, die nicht überstrichen waren, wurden manchmal sogar durch Auflagen in Zinn, Silber oder gar Gold veredelt., Die Ornamentik eines Türschildes kann auch vielfältig sein. Jede Epoche wie z. B. Barock, Klassizismus, Historismus, Jugendstil oder die 30iger-Jahre hatte ein zeittypisches Türschild oder je nach Stand in der Gesellschaft oder Geldbeutel waren die Türschilder reich verziert. Ergänzend wurden Gravuren, Treibarbeiten und Ätzmethoden angewandt.Im Historismus etwa ab 1850 wuchs die Vielfalt der Bauaufgaben und der Schmied wurde zunehmend von einer Beschlagsindustrie abgelöst, indem preiswerte Massenfabrikate als Gussteile in Bronze, Messing und anderen Legierungen angeboten wurden. Ein weiterer technischer Fortschritt war die Herstellung von Gusseisen, die zu gänzlich neuen Bautypen wie den Eiffelturm und kühnen Brückenkonstruktionen führten.Die Anzahl antiker Beschläge ist riesig. Man kann auf der Suche nach historischen Türschildern fündig werden in einem historischen Baumarkt. Email:kontakt@kreislaufkirchheim.de |
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