Viele Touristen auf Japanurlaub reisen nicht zu ihrem persönlichen Vergnügen nach Japan sondern sind auf Geschäftsreise im Land der aufgehenden Sonne unterwegs. Andere wiederum haben private Kontakte und nutzen die Möglichkeit, einen Freundschafts- oder Verwandtenbesuch mit dem Urlaub zu verknüpfen. Wer zu diesem Zweck während der Japanreise in einen Privathaushalt eingeladen wird, der muss einige Dinge beachten um den Gastgeber nicht vor den Kopf zu stoßen. Selbstverständlich ist es dabei eine Kleinigkeit als Geschenk mitzubringen. Da ein Geschenk in Japan immer die Verpflichtung nach einem Gegengeschenk beinhaltet, sollte es sich nicht um ein allzu teures Mitbringsel handeln. Es ist auch nicht üblich, mehrere Geschenke zu machen oder den Gastgeber gar damit zu überhäufen. Wer im Japanurlaub alles richtig machen möchte, der kann zum Beispiel ein Geschenk in Japan kaufen, das schon entsprechend verpackt ist und als Mitbringsel verkauft wird. Meist befindet sich essbares darin. Auch eine Flasche Wein oder härtere Getränke sind gute Geschenke. Dabei sollte man sich nicht von der Tatsache abschrecken lassen, dass in Japan eher wenig Alkohol getrunken wird. Die Behauptung, dass Japaner oft keinen Alkohol vertragen, stimmt. Vielen fehlt ein wichtiges Enzym für den Abbau des Alkohols, so dass ihnen größere Mengen ernsthaft schaden. Beim Japanurlaub ist aber eine Flasche Whiskey als Geschenk durchaus üblich. Die Übergabe ist strengen Regeln unterworfen. Das Geschenk muss in jedem Fall eingepackt sein, so dass man nicht sehen kann, was darin ist. Beim Betreten der Wohnung, nachdem man die Straßenschuhe gegen Pantoffeln ausgetauscht hat, stellt man das Mitbringsel auf den Boden. Höflich sind dazu die Worte: „ Kore was tsumanarai mono desu“. Damit bringt der Gast zum Ausdruck, dass es sich nur um eine Kleinigkeit handelt. Touristen auf einer Japanreise erschrecken mitunter, wenn der Gastgeber daraufhin das Geschenk einfach wegstellt. Was in Deutschland grob unhöflich wäre, ist in Japan höflich gemeint. Der Gast bedankt sich zwar höflich für die Gabe, muss aber nicht lügen, wenn sie ihm nicht gefällt. Deshalb wird das Geschenk erst ausgepackt, wenn der Gast nicht mehr im Haus ist. Wie in Europa auch, wartet man auf der Japanreise im fremden Haus, bis man gebeten wird, sich zu setzen. Sich hinzusetzen ist in Japan ebenfalls völlig anders als in Europa, denn man sitzt auf einem Kissen, das auf dem Boden liegt. Höflich ist eine steife Sitzposition. Dabei kniet man sich zunächst auf das Kissen und setzt sich dann auf die Unterschenkel. Email:japanurlaub1@web.de |
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