Aus vielerlei Gründen kann es dazu kommen, dass ein Mensch auf eine Lungentransplantation angewiesen ist, um zu überleben. Aus diesem Grund ist es erstrebsam, dass noch mehr Menschen einen Organspendeausweis bei sich tragen. Doch selbst wenn sich mehr Menschen dazu entschließen würden, einen Organspendeausweis zu tragen, würde die Lungentransplantation in ihrer heutigen Form noch nicht die Endlösung bedeuten. Zum einen sind die Organe der Menschen, die generell bereit wären solche zu spenden, aufgrund von Nikotinsucht, passivem Rauchen oder anderen äußeren schädlichen Einflüssen, in vielen Fällen unbrauchbar für eine Lungentransplantation. Es dauert also meist mehrere Monate bis eine geeignete Spenderlunge gefunden ist. Darüber hinaus bleibt die Lungentransplantation mit den heutigen Mitteln noch immer eine nur temporäre Lösung. Selbst wenn der Körper des Patienten das Organ nicht abstößt, muss spätestens nach fünf Jahren eine weitere Lungentransplantation durchgeführt werden.Eine Lungentransplantation wird aus diesem Grund auch besonders ungern durchgeführt. Immerhin gilt jedoch die OP an sich als Routineeingriff. Ob das Organ dann gut angenommen wird und ob der Patient überlebt, liegt dann weniger in den Händen der Ärzte als an dem Körper des Patienten und seinem Verhalten selbst.Wer für eine Lungentransplantation infrage kommt, hängt von dem jeweiligen Alter und Gesundheitszustand des Patienten ab. Auch spielen ein möglicherweise vorangegangener Drogen- oder Alkoholmissbrauch sowie Übergewicht eine zentrale Rolle unter den Ausschlusskriterien bei den Patienten. Eine gesunde Lebensweise kann also nicht nur Krankheiten entgegenwirken, sondern auch im Krankheitsfalle die Chancen zu genesen und bevorzugt behandelt zu werden, positiv beeinflussen. Ein gesunder Lebensstil bildet in der heutigen Zeit und Gesundheitspolitik aber nicht nur ein Bonusheftchen für eine mögliche künftige Lungentransplantation, sondern für alle möglicherweise noch notwendigen medizinischen Eingriffe. Email:ronja.liebermann@gmx.de |
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